Am 27. März 2016 gepostet in .

Petition – Gegen die Schlechterstellung der Kreativen!

Die Kreativverbände der Filmschaffenden rufen gemeinsam dazu auf, gegen die Schlechterstellung der Kunstschaffenden einzutreten! Gefordert wird eine Rückkehr zum Ziel der Gesetzesform, eine Augenhöhe zwischen Verwertern einerseits und Urhebern und ausübenden Künstlern andererseits zu erreichen. Hierzu richten sie sich mit einer gemeinsamen Petition an die Abgeordneten des Deutschen Bundestages.

shutterstock_262393286

Berlin, 27. März 2016 – Am 16. März 2016 hat die Bundesregierung den Kabinettsentwurf zum Urhebervertragsrecht beschlossen. Während der Referentenentwurf eine Reihe sehr guter Ansätze enthielt, die eine Verhandlungsposition der Kreativen auf Augenhöhe mit den Verwertern hätten erreichen können, sind eben jene Instrumente im Regierungsentwurf entweder komplett gestrichen oder bis zur faktischen Unwirksamkeit abgeschwächt worden. Mehr noch: der Regierungsentwurf führt teilweise dazu, dass die Urheber und ausübenden Künstler jetzt noch schlechter gestellt werden als vorher. Während die Regierung von einem erfolgreichen Schritt zugunsten der Kreativen spricht, sehen wir das genaue Gegenteil auf uns zukommen.

Schon in der Pressemitteilung des Verbandes vom 15. März 2016 hatte der IVS die geplante Schlechterstellung der Kreativen massiv kritisiert. Deutliche Kritik üben auch die übrigen Kreativverände wie die DOV, die AG DOK, der BVR, der DJV, der BFFS, der VS und ver.di. Auch die Dachvereinigung der Kunstschaffenden, die Initiative Urheberrecht  in der mit über 35 Mitgliedsverbänden bereits über 140.000 Urheber und ausübende Künstler vertreten werden, übte bereits im Vorfeld starke Kritik und forderte die Regierung zu Nachbesserungen auf. Mit einer Petition richten sich nun alle Kreativverbände der Filmschaffenden an den Deutschen Bundestag mit der Forderung, das Ziel der Reform wieder aufzunehmen:


Regierungsentwurf zum Urhebervertragsrecht lässt Kreative im Stich!

DEUTSCHE AKADEMIE FÜR FERNSEHEN (DAFF)
VERBAND DEUTSCHER DREHBUCHAUTOREN (VDD)
BUNDESVERBAND REGIE (BVR)
BUNDESVERBAND SCHAUSPIEL (BFFS)
ARBEITSGEMEINSCHAFT DOKUMENTARFILM (AG DOK)
BERUFSVERBAND KINEMATOGRAFIE (BVK)
BUNDESVERBAND CASTING (BVC)
VERBAND DER BERUFSGRUPPEN SZENENBILD UND KOSTÜMBILD (VSK)
BUNDESVEREINIGUNG MASKENBILD (BVM)
BUNDESVERBAND FILMSCHNITT EDITOR (BFS)
BUNDESVEREINIGUNG FILMTON (BVFT)
DEUTSCHER KOMPONISTENVERBAND (DKV)
DEUTSCHE FILMKOMPONISTENUNION (DEFKOM)
COMPOSERS CLUB (CC)
BERUFSVERBAND MEDIENMUSIK (MEDIAMUSIC)
INTERESSENVERBAND SYNCHRONSCHAUSPIELER (IVS)
BERUFSVERBAND DEUTSCHER STUNTLEUTE (BVS)
VERBAND DEUTSCHER TONMEISTER (VDT)
VEREINIGUNG DER BERUFSVERBÄNDE FILM UND FERNSEHEN (DIE FILMSCHAFFENDEN) VcGgIjDcykMIWwv-800x450-noPad

Wir appellieren an die Abgeordneten des Deutschen Bundestages: Der Regierungsentwurf zum Urhebervertragsrecht lässt die Urheber und Kreativen im Stich!

Die Novellierung des Urheberrechtsgesetzes sollte die Urheber und Kreativen schützen und ihnen mehr Rechte als bisher geben. Rechte, die wir dringend brauchen, um unsere berechtigten Interessen gegenüber den Nutzern unserer Werke endlich besser durchsetzen zu können.Der Koalitionsvertrag ging in die richtige Richtung, der erste Entwurf des Justizministeriums enthielt die richtigen Instrumente. Davon ist nichts übrig geblieben!

Der jetzt veröffentlichte Regierungsentwurf des Bundesjustizministeriums macht klar: Was zu unserem Schutz gedacht war, hat sich unter dem Druck von Verlagen, Sendern und anderen Werknutzern ins Gegenteil verkehrt und verschlechtert, in manchen Punkten sogar noch unsere bisherige Rechtsstellung. Zum Beispiel:

  • Der Grundsatz, dass jede Nutzung vergütet werden muss, wurde gestrichen,
  • das wichtige Auskunftsrecht wurde extrem eingeschränkt,
  • das Rückrufsrecht ist in der geplanten Form für kaum jemanden nutzbar,
  • die gerichtliche Überprüfbarkeit von GVR-Schlichtungen fehlt zur Gänze.

Weitere detaillierte Informationen erhalten Sie hier!

Urheber und Kreative stehen am Anfang jedes kulturellen Schaffens. Wenn die Gesellschaft eine professionelle Kultur, eine Kultur von hoher Qualität in Anspruch nehmen will, muss sie dafür sorgen, dass ihre Schöpfer davon leben können. Deshalb muss jede Nutzung ihrer Werke und Arbeit angemessen und gesetzlich abgesichert vergütet werden. Deshalb muss es Transparenz über die Nutzungen geben, für jeden Künstler. Deshalb müssen die Urheber über die Nutzungen ihrer Werke mitbestimmen können. Ohne faire Verhältnisse werden auch die Verwerter als Partner der Urheber und Kreativen auf Dauer keine Erlöse erzielen.

Der Entwurf muss noch durch die parlamentarische Beratung. Wir rufen die Abgeordneten des Deutschen Bundestages auf, diese dreiste Mogelpackung zu stoppen und zum eigentlichen Novellierungsziel zurückzufinden: Die Stärkung der vertraglichen Stellung von Urhebern und Kreativen.

Denn ohne unsere Werke und ohne unsere Arbeit gibt es keine Kultur in Deutschland!

Unterstützen Sie diese Petition mit Ihrer Unterschrift.

Hier Unterzeichnen!

Kommentare zu "Petition – Gegen die Schlechterstellung der Kreativen!"

  1. ohne Kunst ist die Welt grau. Ohne Künstler, die von der Kunst leben können wird es kaum mehr möglich sein, eine künstlerische Qualität zu erreichen.

Hinterlasse ein Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>