Am 1. Juni 2016 gepostet in .

Aktion Augenhöhe – Politik lässt Kreative im Regen stehen!

Die Politik lässt die Kreativen bei der Urheberaktion „Auf Augenhöhe“ vor dem Reichstag am 1. Juni buchstäblich im Regen stehen. Über 100 Urheber und ausübende Künstler haben heute bei strömendem Regen von den Bundestagsabgeordneten gefordert, den Regierungsentwurf zur Urheberreform in ihrem Sinne nachzubessern und eine Schlechterstellung der Kunstschaffenden zu verhindern.

Foto: Initiative Urheberrecht / Gezett
Foto: Initiative Urheberrecht / Gezett

Berlin, 1. Juni 2016 – Mit einer Protestaktion vor dem Berliner Reichstag haben heute bei strömenden Regen mehr als 100 Urheber und ausübende Künstler von den Bundestagsabgeordneten verlangt, den Regierungsentwurf zur Reform des Urhebervertragsrechts in ihrem Sinne nachzubessern. Darunter waren unter anderem die Schauspielerinnen Ursela Monn, Mo Asumang und Stefanie Höner, die Bestseller-Autorin Elisabeth Herrmann, Regisseur und Grimme-Preisträger Stefan Wagner, Kinderfilm-Autorin Katharina Reschke und Tatort-Autoren wie Ilse Biberti, Knut Boeser, Gerhard Rekel und Pim G. Richter. Ihr Ziel: faire Verhandlungen mit den Verwertern. Zu der Aktion “Auf Augenhöhe” hatte die Initiative Urheberrecht Kreative aus 35 Verbänden und Gewerkschaften aufgerufen, die in der Initiative zusammenarbeiten. Mit dabei waren auch Mitglieder vom InteressenVerband Synchronschauspieler e.V. (IVS) und dem Bundesverband Schauspiel (BFFS), die erst am 20. Mai die Union der Filmschauspielverbände gegründet hatten. Um ihrer Forderung nach Augenhöhe auch bildlich Nachdruck zu verleihen, stiegen die Kreativen vor dem Reichstagsgebäude auf Leitern. Lautstark und mit Plakaten forderten sie die Bundestagsabgeordneten auf, sich an den gültigen Koaltionsvertrag zu halten und faire Verhandlungen mit den Verwertern zu ermöglichen.

“Wie im Koalitionsvertrag festgeschrieben, fordern wir eine angemessene Vergütung und faire Vertragsbedingungen – unsere Belange müssen endlich berücksichtigt werden und nicht nur die Profitgier der Verwerter. Natürlich sind wir jederzeit gesprächsbereit“, erklärte IVS-Vorstand Till Völger im Rahmen der Protestveranstaltung. „Mit der jüngsten Reform des Urhebervertragsrechts hat die Bundesregierung unsere Position gegenüber den Verwertern nicht wie zugesagt gestärkt, sondern massiv geschwächt.“ Die Union der Filmschauspielverbände fordert für die Kreativen unter anderem die im Koalitionsvertrag vom 14. Dezember 2013 verankerte angemessene Vergütung, transparente und faire Vertragsbedingungen sowie eine Mitgestaltung der Arbeitsprozesse und die Verbesserung der Arbeitsbedingungen.

Über die Union der Filmschauspielverbände: Die Union der Filmschauspielverbände wurde am 20. Mai 2016 vom InteressenVerband Synchronschauspieler (IVS) und dem Bundesverband Schauspiel (BFFS) gegründet. Mit der Neugründung haben die Verbände ihre Kräfte für die gemeinsame Interessenvertretung der über 15.000 Schauspielerinnen und Schauspieler im Bereich Film, Fernsehen und Synchron gebündelt.

Über den IVS: Der InteressenVerband Synchronschauspieler (IVS) wurde 2006 in Berlin gegründet und ist die berufsständische Vereinigung für Schauspielerinnen und Schauspieler, die vornehmlich im Bereich der Synchronisation von Filmwerken tätig sind. Der Verband fordert auf der Basis des Urheberrechtsgesetzes eine angemessene Vergütung der Leistungen und eine faire Beteiligung seiner Mitglieder am ökonomischen Erfolg der durch sie mitgeschaffenen Produkte, auch über den Zeitpunkt der Entstehung hinaus. Um seine Ziele zu erreichen, strebt der IVS einen ständigen und partnerschaftlichen Dialog mit den Synchronfirmen, Verleihern und Produzenten an. Außerdem sucht der IVS den konstruktiven Dialog mit gleichartigen Vereinigungen innerhalb der EU, um deren Lösungen und Ergebnisse zu erfahren und in die eigene Arbeit zu integrieren.

Über den BFFS: BFFS steht für Bühne, Film, Fernsehen, Sprache. Gegründet 2006 ist der BFFS mit seinen über 2.800 Schauspielerinnen und Schauspielern inzwischen der mitgliedstärkste Berufsverband der deutschen Film-, Fernseh- und Theaterlandschaft und die größte nationale Schauspielerorganisation. Der BFFS vertritt die berufsständischen sowie die gewerkschaftlichen Interessen der Schauspielerinnen und Schauspieler in Deutschland. Er will die kulturellen, gesellschaftlichen, politischen, rechtlichen, tariflichen und sozialen Rahmenbedingungen verbessern bzw. schaffen, die sowohl den einzigartigen Schauspielberuf schützen, bewahren und fördern als auch die besondere Lebens- und Erwerbsituation der Künstlerinnen und Künstler berücksichtigen, die diesen Schauspielberuf ausüben.

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